Unsere Organe

Die Haut: Schutzhülle, Sinnesorgan und Temperaturregler

Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie schützt, fühlt, kühlt und bildet Vitamin D. Hier erfährst du, wie sie aufgebaut ist, was sie belastet und wie die naturheilkundlichen Ansätze rund um die Haut einzuordnen sind.

  • 1,5–2 m² Fläche bei Erwachsenen
  • 3 Schichten Oberhaut, Lederhaut, Unterhaut
  • ca. 4 Wochen Erneuerung der Oberhaut
Auf dieser Seite
  1. Die Haut im Überblick
  2. Was die Haut leistet
  3. Wie die Haut mit anderen Organen zusammenarbeitet
  4. Was die Haut belastet
  5. Naturheilkundliche Ansätze für die Haut
  6. Die Haut im Alltag schützen und pflegen
  7. Häufige Fragen zur Haut

Die Haut im Überblick

Die Haut bedeckt bei Erwachsenen eine Fläche von anderthalb bis zwei Quadratmetern und wiegt mehrere Kilogramm. Sie besteht aus drei Schichten mit unterschiedlichen Aufgaben.

Außen liegt die Oberhaut mit der Hornschicht, die sich etwa alle vier Wochen erneuert. Darunter folgt die Lederhaut mit Bindegewebe, Blutgefäßen, Nerven, Schweiß- und Talgdrüsen. Die Unterhaut besteht vor allem aus Fettgewebe, das polstert und wärmt.

Auf der Haut liegt ein dünner, leicht saurer Film aus Schweiß und Talg. Zusammen mit den Bakterien, die die Haut natürlicherweise besiedeln, gehört er zur Schutzbarriere.

Gut belegt

Was die Haut leistet

Wie die Haut mit anderen Organen zusammenarbeitet

Was die Haut belastet

  • UV-Strahlung aus Sonne und Solarium – die wichtigste Ursache für vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs
  • Häufiges, heißes Waschen und stark entfettende Seifen
  • Rauchen
  • Trockene Heizungsluft und Kälte
  • Dauerstress und Schlafmangel
  • Reizende Stoffe und Allergene im Alltag oder Beruf

Wann du ärztlichen Rat brauchst

Muttermale, die sich in Form, Farbe oder Größe verändern, jucken oder bluten, sowie Wunden, die über Wochen nicht abheilen, gehören zur Hautärztin oder zum Hautarzt. Das gilt auch für einen plötzlichen, ausgedehnten Ausschlag, besonders mit Fieber, und für starken Juckreiz ohne erkennbaren Grund. Ab 35 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening.

Naturheilkundliche Ansätze für die Haut

Die Naturheilkunde kennt für die Haut Heilpflanzen, Bäder und Anwendungen wie Sauna oder Bürsten. Sie sind unterschiedlich gut untersucht. Deshalb steht bei jedem Ansatz, auf welcher Ebene er einzuordnen ist.

  • Gut belegt
  • Plausibel
  • Erfahrung
  • Autorenlehre

Die Haut im Alltag schützen und pflegen

  1. Sonnenschutz

    Schatten, Kleidung und Sonnencreme schützen vor Sonnenbrand und senken das Hautkrebsrisiko. Meide im Sommer die Mittagssonne und verzichte auf das Solarium.

    Gut belegt
  2. Mild reinigen, gut eincremen

    Lauwarmes Wasser, kurze Duschen und milde, pH-hautneutrale Waschprodukte schonen die Hautbarriere. Trockene Haut braucht danach eine rückfettende Pflege.

    Gut belegt
  3. Nicht rauchen

    Rauchen verschlechtert die Durchblutung der Haut, lässt sie schneller altern und stört die Wundheilung.

    Gut belegt
  4. Pflanzenbetont essen, genug trinken

    Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst versorgt die Haut mit Vitaminen und Fettsäuren. Viel mehr zu trinken als nötig, macht die Haut nicht nachweislich schöner.

    Plausibel
  5. Schlaf und Stress

    Die Haut regeneriert sich vor allem nachts. Dauerstress kann Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte verschlechtern.

    Plausibel

Häufige Fragen zur Haut

Entgiftet der Körper über die Haut?

Kaum. Schweiß dient der Kühlung und besteht zu rund 99 Prozent aus Wasser, dazu kommen Salze und sehr kleine Mengen anderer Stoffe. Abbau und Ausscheidung leisten vor allem Leber und Nieren.

Wie oft erneuert sich die Haut?

Die Oberhaut erneuert sich etwa alle vier Wochen. Neue Zellen entstehen in der untersten Schicht, wandern nach außen, verhornen und werden als feine Schüppchen abgestoßen. Mit dem Alter dauert das länger.

Wie viel Sonne braucht die Haut für Vitamin D?

Nach den Empfehlungen deutscher Fachbehörden genügt es, Gesicht, Hände und Arme zwei- bis dreimal pro Woche unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen – für die Hälfte der Zeit, in der man sonst einen Sonnenbrand bekäme. Im Winter reicht die Sonne in Deutschland dafür nicht aus; dann greift der Körper auf seine Speicher zurück.

Zeigt die Haut, wie es dem Darm geht?

Das wird in der Naturheilkunde oft gesagt und in der Forschung unter dem Begriff Darm-Haut-Achse untersucht. Es gibt Hinweise auf Zusammenhänge, aber noch keine gesicherten Empfehlungen, die sich daraus ableiten lassen.

Begleitetes Angebot rund um Ausleitung

Dieses Angebot ordnet einen viel diskutierten Ernährungsansatz ein. Es ist keine Behandlung von Hauterkrankungen oder einer Schwermetallbelastung und verspricht keine nachgewiesene Ausleitung.

Quellen und Hinweise

Zuletzt geprüft am von Robin Krauss. Diese Seite dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Medikamente nie eigenmächtig absetzen.

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